IP68 erscheint auf nahezu jedem Datenblatt. Viele Käufer verstehen möglicherweise nicht vollständig, was es bedeutet, doch allein die Kennzeichnung vermittelt oft ein Gefühl der Sicherheit. Sie klingt verbindlich und technisch fundiert – stellt man jedoch konkrete Fragen, wird das Bild schnell komplexer.

IP steht für „Ingress Protection“ (Schutz gegen Eindringen) und ist ein Klassifizierungssystem, das von der International Electrotechnical Commission (IEC) unter der Norm IEC 60529 veröffentlicht wurde. Ursprünglich wurde es für Industrieausrüstung wie Motoren, Anschlussdosen und Außenbeleuchtung entwickelt. Mitte der 2010er-Jahre fand das System Eingang in die Unterhaltungselektronik, als Hersteller erkannten, dass eine im Labor geprüfte Schutzklasse mehr Vertrauen schafft als vage Marketingbegriffe wie „wasserabweisendes Design“.
Um eine IP-Zertifizierung zu erhalten, muss ein Gerät standardisierte Tests in einem akkreditierten Labor durchlaufen, das anschließend eine formelle Bescheinigung ausstellt. Diese Dokumentation unterscheidet IP68 klar von allgemeinen, nicht verifizierten Aussagen wie „spritzwassergeschützt“.
Die erste Ziffer bewertet den Schutz gegen feste Fremdkörper – Staub, Sand und Schmutz – auf einer Skala von 0 bis 6. Eine 6 bedeutet, dass das Gehäuse vollständig staubdicht ist: Unter keinen Testbedingungen darf Staub eindringen. Dabei handelt es sich um eine strikte Bestehens-/Nichtbestehens-Anforderung und nicht um eine abgestufte Leistungsskala.
Die zweite Ziffer misst den Schutz gegen das Eindringen von Flüssigkeiten auf einer Skala von 0 bis 9K. Höhere Zahlen stehen für strengere Testbedingungen. Eine 8 bedeutet, dass das Gerät dauerhaftes Untertauchen in Wasser in mehr als 1 Meter Tiefe überstehen und weiterhin funktionieren kann.
Allerdings legt die IEC 60529 für die Schutzstufe 8 fest, dass das Untertauchen „unter vom Hersteller festgelegten Bedingungen“ erfolgt. Die Norm schreibt weder eine bestimmte Tiefe noch eine konkrete Dauer vor – jedes Unternehmen definiert seine eigenen Parameter, solange diese über der IP67-Basis von 1 Meter für 30 Minuten liegen. Dadurch kann dieselbe Kennzeichnung „IP68“ in der Praxis sehr unterschiedliche Schutzgrade bedeuten.
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IP68 beschreibt den Zustand des Geräts zum Zeitpunkt des Verkaufs. Mit der Zeit verlieren Gummi- und Silikondichtungen an Elastizität. Klebstoffe, die Glas und Rahmen verbinden, entwickeln durch thermische Zyklen Mikrorisse – Geräte erwärmen sich im Betrieb, kühlen in der Tasche wieder ab, und dieser Prozess wiederholt sich jährlich tausendfach.
Auch Reparaturen verändern die Situation. Jede Wartung, bei der das Gerät geöffnet werden muss – etwa ein Display-, Akku- oder Anschlusswechsel – durchbricht die ursprüngliche Werksversiegelung. Selbst bei fachgerechter Neuabdichtung entspricht das Ergebnis in der Regel nicht mehr dem ursprünglich zertifizierten Standard. Sobald das Gerät geöffnet wurde, gilt die IP68-Kennzeichnung auf der Verpackung streng genommen nicht mehr für das konkrete Gerät.
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Das hängt davon ab, wie Sie Ihr Gerät tatsächlich nutzen – nicht von einem allgemeinen Wunsch nach zusätzlicher Sicherheit. Für Nutzer, die ihr Smartphone häufig in der Nähe von Spüle, Pool oder Strand verwenden, viel im Freien unterwegs sind oder bereits ein Gerät durch Wasserschaden verloren haben, reduziert eine IP68-Zertifizierung das Risiko einer der häufigsten Ursachen für Geräteschäden erheblich. Diese Risikominderung ist real und sollte berücksichtigt werden.
Für Geräte, die überwiegend auf dem Schreibtisch liegen oder lediglich zwischen Tasche und Besprechungsraum pendeln, ist der praktische Nutzen einer hohen Wasserresistenz hingegen vergleichsweise gering.
2026-02-24 20:27:44