Die 60er-Serie der Fortinet FortiGate ist schlichtweg legendär. Seit Jahren sind diese kompakten Desktop-Geräte die erste Wahl für Netzwerke in kleinen Unternehmen und für Home Labs.
In diesem Artikel beleuchten wir die Unterschiede zwischen den wichtigsten Modellen dieser Reihe: der FG-60C, FG-60D und FG-60E. Was hat sich zwischen diesen Generationen verändert? Kann man die Netzteile bedenkenlos untereinander tauschen? Wir bringen Licht ins Dunkel und erklären es ganz unkompliziert.
FG-60C: Das älteste Modell im Bunde, das etwa aus den frühen 2010er-Jahren stammt. Es unterstützt lediglich die veraltete FortiOS-Version 5.4. Mit einem maximalen Firewall-Durchsatz von rund 1 Gbps ist das Gerät mit dem heutigen, stark verschlüsselten Datenverkehr völlig überfordert. Mittlerweile taucht es eigentlich nur noch als Sammlerstück oder als Spielerei für Retro-Labs auf.
FG-60D: Ein deutlicher Fortschritt gegenüber der C-Serie, der mit einer höheren Integration und besserer Leistung punktet. Die 60D nutzt den SoC2 (System-on-a-Chip 2) von Fortinet, wodurch der Durchsatz auf 1,5 Gbps steigt. Obwohl das Modell offiziell das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat (End of Life) und maximal FortiOS 6.2.x unterstützt, ist es nach wie vor eine hervorragende und günstige Option für alle, die Routing-Protokolle und IPsec-Tunnel erlernen möchten.
FG-60E: Dieses Modell basiert auf der SoC3-Plattform, ist mit einer Quad-Core-CPU ausgestattet und erreicht einen Durchsatz von bis zu 3 Gbps. Zudem läuft darauf noch FortiOS 7.4.x oder neuer. Für ihr Alter schlägt sich die 60E beim Verarbeiten von grundlegendem SD-WAN und modernen Sicherheitsfunktionen erstaunlich gut.
Haben Sie ein gebrauchtes Gerät ohne Netzteil gekauft? Dann gibt es gute Nachrichten, denn Fortinet verwendet bei den Standardausführungen dieser drei Modelle dieselben Netzteile.
Die Standardversionen (ohne PoE) der FG-60C, FG-60D und FG-60E teilen sich die gleichen grundlegenden Spezifikationen: 12V DC, 3A (Modell PS-3.3-12-3-DC1 oder das Standard-Netzteil FSP036).
Im Regelfall können Sie die Netzteile dieser drei Standardmodelle also beliebig untereinander tauschen, ohne dass die Hardware Schaden nimmt.
Bevor Sie jedoch ein universelles 12V-Netzteil kaufen, sollten Sie Ihr Gerät umdrehen und die genaue Modellbezeichnung auf dem Aufkleber prüfen. Wenn Sie eine PoE-Version besitzen (wie die FG-60D-POE oder FG-60E-POE), dürfen Sie das Standard-36W-Netzteil keinesfalls verwenden. Da diese Modelle angeschlossene Geräte wie Access Points oder IP-Telefone über das Ethernet-Kabel mit Strom versorgen müssen, benötigen sie ein deutlich stärkeres Netzteil mit einer höheren Spannung.
Wenn Sie ein Netzwerk-Lab mit knappem Budget aufbauen, sollten Sie die 60C links liegen lassen. Die 60E ist hier definitiv die modernere und sinnvollere Wahl.
2026-07-02 21:02:27