Der iPod touch der siebten Generation kam vor sieben Jahren auf den Markt, wird seit drei Jahren nicht mehr produziert und verharrt für immer bei iOS 15. Er gehört zu den letzten Kompaktgeräten von Apple mit einem klassischen Kopfhöreranschluss und wiegt gerade einmal 88 Gramm. Im Jahr 2026 stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Lohnt sich ein Akkuwechsel für den weiteren Einsatz oder sollte man das Gerät endgültig ausmustern?
Apple stellte den iPod touch der siebten Generation im Jahr 2019 vor und stellte die gesamte iPod-Produktlinie im Jahr 2022 komplett ein. Das kleine Gerät ist mit dem A10 Fusion Chip, einem 4-Zoll-Retina-Display und einem 3,5-mm-Klinkenanschluss ausgestattet. Der Speicher war mit bis zu 256 GB erhältlich. Laut Hersteller reicht eine Akkuladung für bis zu 40 Stunden Musikwiedergabe oder 8 Stunden Videowiedergabe.
Für Musikliebhaber besitzt diese Ausstattung auch heute noch ihren Reiz. Man kann eine riesige Musikbibliothek offline mitnehmen, ohne wertvollen Speicherplatz auf dem Smartphone zu opfern. Durch den Klinkenanschluss lässt sich der Player direkt mit kabelgebundenen Kopfhörern oder älteren Autoradios verbinden.
Dennoch hat die Zeit Spuren hinterlassen. Der A10-Chip hinkt den aktuellen Apple-Prozessoren um mehrere Generationen hinterher und das 4-Zoll-Display wirkt aus heutiger Sicht extrem kompakt. Auch die Einschränkungen der Software machen sich immer stärker bemerkbar. Das Angebot im App Store schrumpft, während Browser, Banking-Apps und neuere Spiele den Dienst verweigern. Für lokale Musik und Podcasts bleibt das Gerät ein verlässlicher Begleiter, als modernes iOS-Gerät taugt es jedoch nicht mehr.
Auf dem Gebrauchtmarkt bewegen sich die Preise im Jahr 2026 ungefähr in folgendem Rahmen: Das Modell mit 32 GB kostet etwa 160 bis 170 EUR, während die Varianten mit 128 GB und 256 GB zwischen 240 und 280 EUR liegen. Diese Orientierungswerte helfen bei der Entscheidung für oder gegen eine Reparatur.
Befindet sich das Gerät insgesamt in einem guten Zustand und leidet lediglich unter einem gealterten Akku oder kleineren Macken, ist eine Reparatur meist die wirtschaftlichere Option.
Dabei sollte man allerdings den Zeitplan von Apple im Auge behalten. Nach den Richtlinien des Herstellers gelten Produkte fünf Jahre nach Einstellung des Vertriebs als „Vintage“ und nach sieben Jahren als „obsolet“. Da die Produktion des iPod touch der siebten Generation 2022 auslief, nähert er sich dem Ende des offiziellen Support-Zeitraums. Bis zum kommenden Mai dürften die Bestände an Originalersatzteilen noch knapper werden. Wer ein beschädigtes Gerät besitzt und es weiter nutzen möchte, sollte die Reparatur vor dem Schließen dieses Zeitfensters veranlassen.
Eine Reparatur lohnt sich, wenn: Sie das kompakte Gehäuse schätzen, eine Offline-Musikbibliothek benötigen, regelmäßig kabelgebundene Kopfhörer nutzen und das Gerät bereits besitzen.
Eine Reparatur lohnt sich nicht, wenn: Sie auf moderne Streaming-Apps angewiesen sind, einen USB-C-Anschluss benötigen, besseren Drahtlos-Sound suchen oder ein größeres Display sowie echte High-Res-Audio-Funktionen erwarten.
Der iPod touch der siebten Generation ist längst nicht mehr der fortschrittlichste Musikplayer auf dem Markt. Für Besitzer bleibt ein neuer Akku jedoch eine sinnvolle Investition, um dieses Stück Apple-Musikgeschichte im Alltag noch etwas länger zu erhalten.
2026-09-02 00:18:12