Apple bezeichnet das neue iPad mini als das „größte Update aller Zeiten", und diesmal scheint die Werbung nicht zu übertreiben. Das iPad mini 8 ist mit dem A20 Pro Chip ausgestattet und geht in wenigen Tagen in den Versand. Das kleinste iPad erhält endlich ein OLED Display, ein dünneres Gehäuse und ist nun wasserdicht.
Ist das Upgrade groß genug? Lohnt sich ein Wechsel angesichts des höheren Einstiegspreises? Wir schauen uns alles Punkt für Punkt an.
Das Display ist das Herzstück dieses Upgrades. Das iPad mini 8 wechselt von einem 8,3 Zoll LCD auf ein 8,5 Zoll Super Retina XDR OLED Panel. Die Schärfe bleibt bei 326 ppi, dazu kommt eine echte Helligkeitssteuerung auf Pixelebene, die für tiefere Schwarztöne und lebendigere Farben sorgt.
Die minimale Helligkeit sinkt auf 1 Nits, was das Lesen bei Nacht angenehmer macht. Die Versionen mit größerem Speicher lassen sich optional mit Nanotexturglas ausstatten, das Reflexionen reduziert.
Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: ProMotion wird weiterhin nicht unterstützt, die Bildwiederholfrequenz ist auf 60 Hz fixiert. Wenn du empfindlich auf flüssiges Scrollen reagierst, werden dich weder das alte noch das neue Modell zufriedenstellen.
Die Gesamtabmessungen bleiben nahezu unverändert, doch die Ränder wurden um etwa 24 Prozent schmaler, sodass das Display wachsen konnte, ohne das Gehäuse zu vergrößern. Die Dicke sank von 6,3 mm auf 5,4 mm, das Gewicht von rund 293 g auf rund 255 g. Beim langen Lesen oder Notieren in der Hand ist die Belastung spürbar geringer.
Der Preis dafür ist ein etwas kleinerer Akku. Die europäische Version kommt mit 4.900 mAh statt 5.034 mAh beim Vorgänger. Die angegebene Laufzeit bleibt jedoch unverändert bei bis zu 10 Stunden Surfen oder Videowiedergabe.
Dies ist außerdem das erste iPad mini mit offizieller IP67 Zertifizierung gegen Wasser und Staub. Bei der Audioausgabe setzt Apple auf das Acoustic Display System, bei dem der Bildschirm selbst als Lautsprecher dient, sodass keine Öffnungen im Gehäuse mehr nötig sind.
Im Inneren arbeitet der A20 Pro Chip aus dem iPhone 18 Pro, gefertigt im 2nm Verfahren. Laut Apple steigt die Multithread-Leistung im Vergleich zum A17 Pro im mini 7 um etwa 60 Prozent, die Grafikleistung um bis zu das 2,7fache und die KI-Leistung um bis zu das 4,5fache.
Zu beachten sind die Unterschiede zwischen den Konfigurationen: Die Versionen mit 128 GB und 256 GB verwenden eine CPU mit 5 Kernen. Nur die 512 GB Version bietet die volle Ausstattung mit 6 Kern CPU und doppelter Neural Engine. Für Alltagsnutzung und leichte kreative Arbeit ist jedes mini 8 flüssig genug. Wer jedoch das volle KI Erlebnis direkt auf dem Gerät will, muss zur großen Speichervariante greifen.
Auch die Konnektivität wurde umfassend erneuert: Wi-Fi 7, Bluetooth 6, und das Mobilfunkmodell erhält das effizientere C2 Modem. Schnellladen wird mit einem Netzteil ab 35 W unterstützt. Kompatibel sind der Apple Pencil Pro und der Apple Pencil mit USB-C, ebenso werden die Apple Intelligence Funktionen vollständig unterstützt.
Die Wi-Fi Version mit 128 GB startet bei 749 €, die Mobilfunkversion bei 919 €. Die Topmodelle kosten 1.129 € beziehungsweise 1.299 €.
Dieser Abstand ist nicht zu übersehen. Das mini 7 bleibt ein hervorragendes kompaktes Tablet, dessen Leistung und Funktionen für die meisten Menschen ausreichen. Wenn dein aktuelles Gerät gut läuft, spricht nichts dagegen, es einfach weiterzunutzen.
Das iPad mini 8 ist das attraktivste Update unter Apples kleinen Tablets seit Jahren: OLED Display, leichteres und dünneres Gehäuse, Wasserdichtigkeit und ein deutlich stärkerer Chip. Jeder einzelne Schritt ist ein echter Fortschritt.
Ob es sich lohnt, hängt davon ab, was dir am wichtigsten ist. Wenn du Wert auf Bildqualität und tägliches Handling legst, ist die Anziehungskraft groß. Wenn du bereits ein mini 7 besitzt und nur mehr Leistung suchst, lautet die Antwort weiterhin: Ein Wechsel ist vorerst nicht nötig.
2026-11-02 00:14:50