Nur für einen Akkuwechsel, ja. Jede andere Reparatur lohnt sich im Grunde nicht. Der Grund ist einfach: Die Hardware dieses Telefons altert schneller, als der Software-Support endet. Es läuft noch flüssig, aber es hat keine Zukunft mehr.
Das Phone (2) ist mit dem Snapdragon 8+ Gen 1 ausgestattet, einem Chip, der 2022 bis 2023 nahe am Flaggschiff-Niveau lag. Im Jahr 2026 bewältigt er Social-Media-Apps, Karten, leichte Spiele und Multitasking weiterhin flüssig, ohne dass er veraltet wirkt. Langzeitnutzer aus der Nothing-Community berichten, dass Nothing OS auch nach drei Jahren noch rund läuft, und viele nutzen es bis heute als Hauptgerät.
Die duale 50-Megapixel-Hauptkamera liefert bei Tageslicht weiterhin zuverlässige Ergebnisse. Nutzer aus der Community bewerten die Fotoqualität als „nach wie vor überzeugend“. Die Schwächen liegen bei Nachtaufnahmen und Zoom, genau dort, wo neue Sensorgenerationen ihre Vorteile ausspielen.
Der 4700-mAh-Akku in Kombination mit dem LTPO-Display war einst die Stärke des Phone (2) bei der Laufzeit. Bei gutem Akkuzustand hält das Gerät problemlos einen ganzen Tag durch. Nach zweieinhalb bis drei Jahren liegt der Akkuzustand jedoch meist bei rund 85 Prozent. Ab diesem Punkt beginnst du, dir Sorgen über einen leeren Akku am Nachmittag zu machen, statt wie früher nur einmal am Tag zu laden. Das ist das Signal für einen Akkuwechsel.
Auf der Rückseite des Phone (2) zieht sich ein LED-Lichtband über das gesamte Gehäuse. Für viele war das der Grund, es zu kaufen, und auch der Grund, warum es im Café Blicke auf sich zieht. Beim Phone (3) hat Nothing dieses Design aufgegeben und durch eine kleine runde Punktmatrix in einer Ecke ersetzt, die Uhrzeit, Akku-Widgets und Glyph Toys anzeigt. Wenn dir das ursprüngliche Lichtband gefällt, kann es keines der aktuell erhältlichen Nothing-Telefone nachbilden.
45 Watt kabelgebundenes Laden plus kabelloses Laden sind Spezifikationen von vor drei Jahren. Die neueren Nothing-Modelle laden schneller, und die Flaggschiffe setzen bereits auf Silizium-Kohlenstoff-Akkus. Die IP54-Zertifizierung reicht für Regen und feuchte Umgebungen aus, erreicht aber nicht die IP68-Einstufung des Phone (3).
Der wirklich kritische Punkt ist, dass der Software-Support am Ende ist.
Nothing hat dem Phone (2) drei große Versionsupgrades und vier Jahre Sicherheitsupdates zugesagt. Dieses Versprechen endet mit Android 16 beziehungsweise Nothing OS 4. Das Gerät steht nicht auf der Liste für Nothing OS 5.0 und Android 17.
Sicherheitspatches dürften noch eine Weile weiter ausgerollt werden, aber neue Funktionen und die nächste große Android-Version haben mit diesem Telefon nichts mehr zu tun. Das ist der wichtigste Grund, nicht mehr Geld hineinzustecken: Ein Gerät, das auf Android 16 stehen bleibt, hängt zunehmend davon ab, wie lange die Patches weiterkommen.
Das Phone (3) ist ein umfassendes Upgrade. Es bietet ein helleres Display, ein robusteres Gehäuse, ein Zoomobjektiv, schnelleres Laden und längeren Software-Support. Der Preis dafür: Es ist schwerer, teurer und sieht völlig anders aus als das Phone (2). Einige Tester bewerten das neue Design sehr unterschiedlich. Wenn du ein Allrounder-Flaggschiff der nächsten Generation suchst, liegst du damit richtig. Wenn du aber „das leuchtende Brett auf der Rückseite, nur mit neuem Akku“ willst, ist es nichts für dich.
Phone (3a), (3a) Pro, (4a) und (4a) Pro sind die rationaleren Optionen. Der Preis eines neuen Mittelklassegeräts aus dem Jahr 2026 entspricht in etwa einem gut erhaltenen gebrauchten Phone (2) plus einem Akkuwechsel. Das neue Gerät bringt jedoch einen frischen Akku, ein neueres Modem und einen längeren Update-Zeitraum mit. Es fehlt die Wiedererkennbarkeit des durchgehenden Lichtbands, und die Chip-Leistung liegt unter dem damaligen Flaggschiff-Niveau, aber die Update-Garantie sorgt für mehr Sicherheit.
Das Phone (2a) ist heute das ältere Modell in der Mittelklasse. Es ist am günstigsten, aber sein Software-Lebenszyklus ist am nächsten am Ende. Wenn das Budget es erlaubt, greife besser zur (3a)- oder (4a)-Reihe.
Das Phone (2) ist relativ schwierig zu zerlegen. Der Akku sitzt unter der Glasrückseite, und in der Rückseite verlaufen zudem die Flachbandkabel der Glyph-LEDs. Wer mit diesem Modell vertraut ist, braucht für die Reparatur in der Regel 45 bis 120 Minuten. In Europa liegt der Preis für einen Akkuwechsel bei etwa 80 Euro, vorausgesetzt, der Rest des Telefons ist intakt.
Wenn du mit Android 16 und den weiteren Sicherheitspatches zufrieden bist und keine neuen Funktionen von Nothing OS 5 erwartest: Wechsle den Akku und nutze das Gerät noch 12 bis 18 Monate weiter. Die Gesamtkosten liegen deutlich unter denen eines Phone (3) und meist auch unter denen eines brandneuen Phone (4a).
Wenn du ein Zoomobjektiv, IP68-Schutz und längeren Software-Support brauchst: Steige direkt auf das Phone (3) um.
Wenn dein Budget begrenzt ist, du aber ein neues Gerät willst: die Phone (3a)- oder (4a)-Serie.
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2026-09-10 22:37:29